Präanalytik

Der analytische Prozess zur Erstellung eines Laborergebnisses umfasst die Präanalytik, Analytik und Postanalytik.

 

Damit der einzelne Laborbefund diagnostisch valide und klinisch interpretierbar ist, muss jeder dieser drei Bereiche sowie deren Zusammenspiel gewissen Anforderungen und Qualitätskriterien gerecht werden.

 

Der Präanalytik, als erstem Glied der Kette der Labordiagnostik, kommt eine exponierte Stellung zu. Fehler während dieser Phase sind die häufigste Ursache für klinisch unplausible Resultate und können durch optimale und hochqualifizierte Analytik und Postanalytik nicht wieder wettgemacht werden. Die meisten Teilschritte der Präanalytik entziehen sich zudem der Kontrolle des Labors. Die mit der Präanalytik verbundenen Probleme können nur durch enge Kooperation zwischen Arztpraxis und Labor gelöst werden. Daher möchten wir Sie bitten, in Zweifelsfällen oder bei unklaren Befunden immer Rücksprache zu halten.

 

Die präanalytische Phase beinhaltet:

 

  • Patientenvorbereitung in Abhängigkeit von der Art des zu gewinnenden Untersuchungsmaterials und dem Analyten
  • Probennahme
  • Aufbewahrung der Probe und Transport in das Labor
  • Aufbereitung und Lagerung des Untersuchungsgutes bis hin zur Analyse im Labor

Eine Vielzahl von Einflussgrößen und Störfaktoren können im Rahmen der Präanalytik den diagnostischen Prozess beeinflussen. Ihre genaue Kenntnis ist Voraussetzung , präanalytische Fehler zu vermeiden und diagnostisch valide Laborbefunde zu erstellen.