Störfaktoren

Störfaktoren führen in-vitro nach Entnahme des Untersuchungsmaterials zu einem Messergebnis, das nicht der in-vivo-Konzentration des Analyten entspricht. Störfaktoren sind meist vermeidbar. Sehr häufig wird die falsche Probenart gewählt (z.B. Plasma statt Serum) oder es stören Antikoagulanzien, Verunreinigungen, Infusionen, Hämolyse und Lipämie die Analytik. Bei Aufbewahrung und Transport sollten stets Gerinnungsvorgänge, Temperatureinflüsse, Glykolyse und die Haltbarkeit der Analyten im Material beachtet werden.

 

Beispiele für Störfaktoren, die ein Laborergebnis beeinflussen können:

 

Probennahme                     

  • Hämolyse

Kontamination                    

  • Zink (Talkum, Gummistopfen, Katheter) 

  • Schwermetalle (Scheren, Pinzetten)

  • Eisen, Phosphat (Spülmittel, Detergenzien)

  • EDTA, Citrat (Antikuagolanzien)

  • Natriumfluorid (Glykolysehemmer)

  • Glukose, Elektrolyte (Infusionslösungen)

Anormale Probeneigenschaften                                     

  • Hyperbilirubinämie

  • Lipämie

  • Kälteagglutinine

  • Thrombozytenantikörper

  • Autoantikörper