Allergien im Frühjahr

Pollensaison in Mecklenburg-Vorpommern: Was jetzt fliegt und was kommt

Der Frühling hält Einzug in Mecklenburg – und mit ihm die Pollen. Durch den lang anhaltenen Frost bis in den März hinein hat in diesem Jahr die Saison im Nordosten etwas später begonnen als in den südlichen und westlichen Landesteilen. Inzwischen aber sind Erlen- und Haselpollen mäßig bis stark unterwegs und in den kommenden Wochen stehen mit Esche und Birke die nächsten Allergieauslöser in den Startlöchern.

In Mecklenburg-Vorpommern betreibt das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) fünf Pollenmessstellen – in Greifswald, Rostock, Neustrelitz, Garz und Prerow. Die dort erfassten Daten fließen über die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) in die tägliche Pollenflugvorhersage ein, die Ihre Patientinnen und Patienten z. B. über den Deutschen Wetterdienst oder entsprechende Apps abrufen können.

Der typische saisonale Ablauf im Nordosten: Hasel und Erle machen den Anfang, gefolgt von Esche und Birke im März/April. Ab Mai dominieren dann die Gräser, die für viele Betroffene die stärksten Beschwerden verursachen. Im Spätsommer kommen noch Beifuß und – je nach Witterung – vereinzelt Ambrosia hinzu.

An der Ostseeküste kann das maritime Klima etwas Linderung verschaffen, die Pollenbelastung ist dort oft geringer als im Binnenland.

Bei Patientinnen und Patienten mit saisonaler Rhinokonjunktivitis oder pollenassoziiertem Asthma empfehlen wir die Bestimmung des Gesamt-IgE in Verbindung mit spezifischen IgE-Antikörpern. Je nach Anamnese und Beschwerdezeitraum bieten sich folgende Allergenmischungen an:

IP6 Mischung Inhalationsallergene
Lieschgras, Cladosporium herbarum, Birke, Beifuß, Alternaria alternata
TP5 Mischung Frühblüher Bäume
Erle, Hasel, Ulme, Salweide, Pappel
TP6 Mischung Spätblüher Bäume
Ahorn, Birke, Buche, Eiche, Walnuss
GP1 Mischung Frühblüher Gräser
Knäuelgras, Schwingel, Lieschgras, Weidelgras, Wiesenrispengras
GP4 Mischung Spätblüher Gräser
Ruchgras, Lolch, Schilfgras, Roggen, Wolliges Honiggras
WP1 Mischung Kräuter
Ambrosia, Beifuß, Spitzwegerich, Gänsefuß, Salzkraut

   

Praxistipp: Bei einem breiten Sensibilisierungsmuster gegenüber verschiedenen Einzelallergenen oder Mischungen der Pollen, lässt sich allein aus der Anamnese oft nicht ableiten, welche Sensibilisierung klinisch relevant ist.

Die Diagnostik der Allergenkomponenten schafft hier Klarheit, kann Hinweise zu Kreuzreaktivitäten bzw. Co-Sensibilisierungen liefern und ist entscheidend für die richtige Auswahl der Präparate für die Allergenimmuntherapie (AIT).

Als Untersuchungsmaterial benötigen wir 1 ml Serum.

Abrechnungshinweise:
Bitte beachten Sie die laut EBM und GOÄ begrenzte Anzahl der Anforderungen.

Laut EBM:
Kinder < 6 Jahre: bis 15 Einzelallergene im Quartal, extrabudgetär bei Ausnahmekennziffer 32009
Kinder ≥ 6 Jahre und Erwachsene:  bis 8 Einzelallergene im Quartal

Laut GOÄ:
Kinder und Erwachsene: bis 10 Einzelallergene pro Auftrag, bis 4 Allergenmischungen pro Auftrag

Informationen zur Befundinterpretation und Auswertung der molekularen Allergiediagnostik sowie zur allgemeinen Allergiediagnostik erhalten Sie durch:

Ihre Ansprechpartner

Dr. med. Antje SchwarzGeschäftsführerin Fachärztin für Laboratoriumsmedizin Klinische Chemikerin 0385 64424-0 antje.schwarz@labor-schwerin.de
M. Sc. Lukas Eisen Allergie-Diagnostik, Klinische Chemie 0385 64424-215 lukas.eisen@labor-schwerin.de

 

Weitere Informationen zur Allergiediagnostik erhalten Sie in unserem Allergiekatalog, den Sie gemeinsam mit weiteren Materialien über unseren Außendienst anfordern können.

Ulrike Möller (0385 64424-281) & Christin Kollmorgen (0385 64424-280)

Herzliche Grüße
Ihr Team Labor MVZ Westmecklenburg

 

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